Verbesserung der hydraulischen Leistungsfähigkeit der Nuthe

Die Nuthe ist ein Nebenfluss der Havel, der bei Niedergörsdorf im Fläming entspringt und in Potsdam in die Havel mündet. In Potsdam ist die Nuthe auf den letzten 1.070 m bis zur Havel hin schiffbares Landesgewässer der Wasserstraßenklasse C. Im Unterlauf ist die Nuthe dafür bekannt, hohe Sedimentfrachten zu führen, weswegen in den 90-er Jahren kurz vor der Mündung in die Havel ein Sandfang gebaut wurde. So sollte verhindert werden, dass Sedimente in die Havel eingetragen werden und die Berufsschifffahrt behindern.

Vom Mündungsbereich bis zur Friedrich-List-Straße wird die Nuthe von Grünflächen und Grünanlagen, Wegen, Straßen und einem Mischgebiet begleitet. Hier gibt es einen Werftbetrieb und Steganlagen. In die Nuthe münden verschiedene Ausläufe der Stadtentwässerung. Zur Sicherung der Böschungen und der Böschungsfüße wurden Holzpfahlreihen, Faschinen, aber auch Schüttungen eingebaut, die heute größtenteils abgängig sind. Hydraulisch besonders beanspruchte Ufer wurden mit massiven Stahlbetonbohlen gesichert.

Verbesserung der hydraulischen Leistungsfähigkeit der Nuthe

Zur Vermeidung von Sedimenteinträgen in die Bundeswasserstraße soll nun begonnen werden, den Sandfang zu beräumen und oberhalb den für die Landeswasserstraße vorgegebenen Querschnitt herzustellen. Dabei soll berücksichtigt werden, dass auch der für den Bemessungsabfluss erforderliche Profilquerschnitt erreicht wird.

Soweit unter Beachtung vorhandener Gehölze machbar, sollen gewässerbegleitend vorhandene Flächen für die ökologische und ästhetische Aufwertung der Ufer genutzt werden, stellenweise sind Abflachungen und Absenkungen vorgesehen.

Marode Teile der Ufersicherung sollen erneuert werden, wobei auch hier funktionale, ökologische und ästhetische Anforderungen zu erfüllen sind. So wird unter anderem angestrebt, den Einsatz geotextiler Filter zu reduzieren.

Diese Website benutzt nur notwendige Funktions-Cookies.