Renaturierung der Dranse

Die Umsetzung der WRRL erfolgt in Berlin und Brandenburg auf Grundlage von Gewässerentwicklungskonzepten (GEK). Planerisches Grundprinzip für die Umsetzung des GEK ist das Strahlwirkungskonzept. In den sogenannten Strahlursprüngen sollen dabei Gewässerstrukturen geschaffen werden, die dem guten ökologischen Zustand entsprechen. Dies ist meist nur durch die Anlage einer Sekundäraue möglich.

Auf der Grundlage des vorliegenden GEK sowie der anschließenden Vorplanung ist es geplant, weitere Abschnitte der Panke sowie der Dranse zu renaturieren. Dadurch soll die Strukturvielfalt des Dranseabschnittes erhöht, die Initiierung eigendynamischer Prozesse im Gewässer ermöglicht, das Retentionsvermögen der Dranseaue erhöht und damit das Hochwasserrisiko reduziert sowie die Entwicklung auentypischer Böden initiiert werden.

Renaturierung der Dranse

Die Dranse hat von ihrer Mündung in die Panke bis zum Quellbereich in Eichwerder eine Lauflänge von ca. 3.300 m. Der Mündungsbereich befindet sich in den Rohrwiesen, einer für die Sportpferderhaltung genutzten Wiesenniederung zwischen der Straße „Alt-Zepernick“ und dem Wiesenweg. Die Gewässerböschungen sind mit Gras-, Schilf- und Hochstaudenfluren bewachsen, vereinzelt sind auch Gehölz- bzw. Strauchgruppen vorhanden.

Für die Anlage einer Sekundäraue soll im Plangebiet in Fortsetzung der Ergebnisse der Vorplanung das anstehende Gelände zur Schaffung bis auf Mittelwasserniveau abgetragen und die Panke mäandrierend mit unterschiedlicher Sohlbreite und wechselnden Böschungen in neuer Trasse durch die Fläche gelegt werden. Bei höheren Abflüssen wird die Aue überflutet und führt dabei morphologische Veränderungen herbei. Außerdem werden Totholzelemente eingebracht. Das Gelände soll mit Inseln, Senken und angepassten Geländemodellierung naturnah gestaltet werden.

Des Weiteren ist die Realisierung eines Teilstücks des Dransewanderweges vorgesehen. Der 2,50 m breite Weg zwischen Brahms- und Gluckstraße soll für den Fußgänger- und Radverkehr ausgebaut und mit Betonpflaster befestigt werden.

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