Ökologische Baubegleitung Tieflanke

Im Planfeststellungsbeschluss des Bauvorhabens Oderdeichsanierung im Landkreis Uckermark ist als Maßnahme zum Ersatz der durch die Deichbauarbeiten verursachten Eingriffe in die Schutzgüter die Anbindung der Tieflanke, eines Altarms der Westoder, an die Hohensaaten-Friedrichthaler-Wasserstraße vorgesehen. Dieses Projekt ist Bestandteil des Nationalparkplans Unteres Odertal, Band 3 vom 19.08.2014.

 

Jetzt soll im Polder 4 ein etwa 3 m breiter Graben gebaut werden, der zukünftig die Wasserstraße und die Tieflanke verbinden soll. Da die Tieflanke ihrerseits in die Welse mündet, wird durch die geplanten Arbeiten eine natürliche Durchströmung des Altwassers erreicht.

 

Ziel der Arbeiten ist nicht nur die Herstellung einer natürlichen Auendynamik an der Tieflanke und den angrenzenden Feuchtgebieten, sondern auch die Aufwertung der Flächen als Lebensraum für Tierarten der Auen.

 

Mit den Arbeiten geht eine dauerhafte Öffnung des Polders 4 einher.

 

Das Baufeld liegt in der Schutzzone Ib des Nationalparks Unteres Odertal und ist als FFH- und SPA- Gebiet sowie als NSG in mehrfacher Hinsicht unter Schutz gestellt. Eingriffe, die durch die geplanten Bauarbeiten unerlässlich sind, müssen also entweder so durchgeführt werden, dass es zu keinen oder zumindest zu keinen dauerhaften Beeinträchtigungen kommt und dass Eingriffe, die unvermeidbar sind, minimiert werden. Hierfür sind Schutz- und Vermeidungsmaßnahmen festzulegen und deren Einhaltung zu überwachen. Weiter sind artenschutzrechtliche Maßnahmen vorzubereiten und zu koordinieren. Dazu erfolgen wöchentliche bzw. bedarfsweise Kontrollen und Begehungen, bei denen die Einhaltung der Schutz- und Vermeidungsmaßnahmen geprüft und dokumentiert wird.

 

Zum Abschluss der Arbeiten wird ein Abschlussbericht erstellt.

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