Instandsetzung des Spreeufers in Oberschöneweide

Die Uferbefestigung der Spree in Berlin ist vielfältigen Belastungen ausgesetzt und wird deswegen laufend unterhalten. Abschnitte, die so schadhaft sind, dass die normale Gewässerunterhaltung nicht mehr ausreicht, werden in Stand gesetzt, oder erneuert. In Berlin-Oberschöneweide muss die Ufersicherung vor dem Hasselwerderpark in Stand gesetzt werden. Die vorhandene Uferbefestigung ist nicht mehr stand- und verkehrssicher.  Aus ökologischen Gründen entschied der zuständige Bereich der Senatsverwaltung, dass die neue Uferbefestigung aus Holzrammpfählen bestehen soll, auch wenn deren Dauerhaftigkeit begrenzt ist. Geplant waren die Herstellung der Ufersicherung aus Pfahlpaketen mit aufgeschraubtem Geotextil und die Sicherung der dahinter liegenden schrägen Böschung mit Wasserbauschüttsteinen.

Zum Schutz der Parkanlage und der Uferwege erfolgt die Bauausführung vom Wasser aus. Zunächst wurden die Reste der alten Ufersicherung rückgebaut und ein Einbringgraben für die neuen Holzpfähle ausgehoben. Anschließend erfolgte das abschnittsweise einrütteln der Pfähle. Die Hohlräume zwischen den Wasserbausteinen sollen mit einem Bio-Alginat aufgefüllt werden, das die Struktur der Steinschüttung durch Krustenbildung verklammert. Unterhalb des Wasserspiegels werden die Hohlräume mit einem Sand-Kies-Gemisch verfüllt.

Im Baubereich wurde ein Biberbau festgestellt, durch den es zu Beeinträchtigungen der Standsicherheit des Ufers gekommen ist. In der Hoffnung, zukünftige Wühltieraktivitäten lenken zu können, wird ein künstlicher Biberbau gebaut, der aus speziell geformten Betonröhren und Schachtringen besteht, deren Sohlen mit Substrat belegt sind. Die Ein- und Ausstiegsöffnung liegt, wie bei natürlichen Biberröhren auch, unter dem Wasserspiegel, die Sohle der als Wohnkammer gedachten Schachtfertigteile liegt über Hochwasser. Die Konstruktion wurde in Abstimmung mit dem Biberbeauftragten des Landes Berlin entwickelt und gilt als Pilotprojekt. Durch Einbau entsprechender Erfassungseinrichtungen soll ein Monitoring ermöglicht werden.

Beeinträchtigte oder wunde Flächen sollen zum Abschluss der Bauarbeiten mit autochthonen Pflanzen und Gräsern bepflanzt werden.

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