Instandsetzung des Lienauteichs Frankfurt (Oder)

Der Frankfurter Lienauteich geht auf ein aus der Zeit der Ziegelindustrie stammendes Restloch der Tongrube des Dampfbetriebes Ziegelei L. & B.S. Mende Jacob’sche Erben zurück. Ziegelei und Tongrube waren bis 1926 in Betrieb. Nach der Einstellung der Tonförderung sammelte sich Wasser im Restloch, das damals Mend’scher Ziegeleiteich hieß. Mit der 1970 begonnenen Umgestaltung der angrenzenden Flächen zu einem botanischen Garten erlangte der Teich große Bedeutung für die Naherholung und den Naturschutz. Sein jetziger Name erinnert an den Frankfurter Stadtrat und Weingroßhändler Michael Lienau.

Der Teich wird von einem umlaufenden Weg begleitet, dessen Trasse durch unterschiedlich angeordnete Terrassen und sie verbindende Treppen und Rampen aufgelockert wird. Entlang des Weges  finden sich Blumenrabatten, Bäume, Sträucher und Bänke. Der Teich verfügt über einen Ablauf, über den überschüssiges Wasser in die Regenwasserkanalisation geleitet werden kann.

Eine von der Stadt Frankfurt (Oder) in Auftrag gegebene wasserwirtschaftliche Konzeptplanung sieht vor, den Lienauteich als Retentionsraum für Starkregenabflüsse zu nutzen, um den Unterlauf des Klingefliesses zu entlasten und die Überflutungsgefahr im Bereich Bergstraße zu verringern. Dazu soll eine Starkregenüberleitung vom Nuhnenfließ zum Lienauteich gebaut werden.

Vorrangiges Ziel der im März 2021 beginnenden Bauarbeiten ist die Verbesserung des Überflutungsschutzes der zwischen Magistratsteig und Beckmannstraße entlang des Klingefließes gelegenen Grundstücke. Zugleich soll die Standsicherheit der Böschungen des Teichs verbessert werden.

Die dafür geplanten Arbeiten sehen vor, das Auslaufbauwerk des Lienauteichs zu erneuern und regulierbar auszurüsten. Zugleich soll eine Wasserüberleitung aus dem Nuhnenfließ eingerichtet werden. Abgerutschte oder eingefallene Böschungen des Teichs sollen neu aufgebaut und anschließend befestigt werden, damit die seit Jahren vorhandenen Absperrzäune entfernt werden können. Um die Böschungen künftig vor Wühltieren schützen zu können, sollen Schutzmatten eingebaut werden.

Diese Website benutzt nur notwendige Funktions-Cookies.