Gewässerökologie

Vor dem Hintergrund sich ändernder Anforderungen nehmen die Nutzungsansprüche an Gewässer immer mehr zu. Durch den Erlass der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) ergaben sich geänderte wasserwirtschaftliche und ökologische Erfordernisse an die Gewässerentwicklung und vor allem auch an die Gewässerunterhaltung.

Als Basis für alle Planungsprozesse erfassen und bewerten wir zunächst den ökologischen Ist-Zustand von Fließ- und Stillgewässern nach hydrobiologischen, hydrochemischen und hydromorphologischen Kriterien. Auf Grundlage von historischen Karten und der Untersuchung naturräumlicher Gegebenheiten entwickeln wir das Gewässerleitbild. Ein Vergleich zwischen Ist-Zustand und Leitbild zeigt bestehende Defizite auf und lässt notwendige Entwicklungsmaßnahmen erkennen.

Wir erheben in Zusammenarbeit mit Hydrobiologen und Wissenschaftlern den biologischen Gewässerzustand (Plankton, Makrophyten, Makrozoobenthos) sowie den physikalisch-chemischen Zustand von Wasser und Seesediment.

In zunehmendem Maße finden mögliche Auswirkungen des sich ändernden Klimas Eingang in die Bewertung der Untersuchungsergebnisse. Wassertemperatur und Wasserdargebot sind von entscheidender Bedeutung für aquatische Ökosysteme und werden in statistischen Betrachtungen nicht oder bestenfalls ungenügend abgebildet. Modellbetrachtungen zeigen, ob Auswirkungen auf die Lebensgemeinschaften und die Ökologie der Binnengewässer zu erwarten sind. Solche Auswirkungen können Veränderungen der Lebensgemeinschaften, ein Zunahme, aber auch ein Rückgang bestimmter Arten sein. Extermniederschläge beeinflussen insbesondere in Sommermonaten die Gewässerqualität und können, abhängig von den mitgeführten Stofffrachten zu Nährstoffschüben mit der Folge eines Algenmassenwachstums führen

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