Geschichte

01.03.1997

Gründung des Ingenieurbüros AquaConstruct für Dienstleistungen im Tief- und Wasserbau. Übernahme erster Aufträge für baufachliche Untersuchungen von Uferwänden in Berlin sowie der Überwachung von Einbringarbeiten am Hafen Wittenberge.

23.07.1997

Aurith Oktober 1997

Anfang Juli 1997 verursacht das Tiefdruckgebiet „Zolska“ in den tschechischen und polnischen Gebirgsregionen sintflutartige Niederschläge. Die Flut erreicht Brandenburg am 17. Juli in Ratzdorf am Zusammenfluss von Oder und Neiße. Erneute starke Niederschläge verursachen vom 18. bis 21. Juli im oberen Odereinzugsgebiet eine zweite Hochwasserwelle. Der Regen weicht die Deiche auf. Am 23. Juli 1997 hält bei Brieskow-Finkenheerd der Damm dem Wasser nicht mehr stand. Einen Tag später bricht etwa 9 Kilometer stromaufwärts der Deich bei Aurith.  Trotz fehlenden Planungsvorlaufs werden noch im September 1997 an zwölf Deichbauvorhaben entlang des 170 Kilometer langen Brandenburger Oderabschnitts und an einigen Nebengewässern die Bauarbeiten begonnen. BAC erhält Aufträge für die Planung und Überwachung von Teilobjekten des Sofortprogramms zur Beseitigung der Schäden.

1998

CAD- und AVA-Programme setzen sich immer mehr durch. Im Jahr 1997 erschien AutoCAD R14 mit einem HEIDI-gestützten Graphiktreiber. Im Folgejahr wurden die ersten Editionen bei BAC eingeführt. Im Zusammenspiel mit sogenannten Digitalsier-Tabletts wurden analog vorliegende Zeichnungen in digitale Pläne umgewandelt. Zeitgleich wurde das Ausschreibungsprogramm IDEALOG eingeführt.

1999

Naturschutz und Ökologie erlangen bei wasserbaulichen Planungen einen immer größeren Stellenwert. Eingriffe müssen bewertet, vermieden oder ausgeglichen werden, durch den Rückbau von Sohl- und Böschungsbefestigungen sollen Gewässer naturnah werden. Der Begriff Gewässerrenaturierung findet auch in die Ingenieurpraxis Eingang, weswegen es zu einer Verbreiterung der Angebotspalette kommt. Landschaftspflegerische Begleitpläne, ökologische Baubegleitung, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden nun im eigenen Hause angeboten. Auch im technischen Bereich entwickelt sich das Büro weiter. Für die Bemessung von Verbau- und Uferwänden unter Windows wird nun das Programm Qwalls eingesetzt.

2000

Im Rahmen des Ausbaus des Parlaments- und Regierungsviertels in Berlin werden der Reichstag saniert und Verwaltungs- und Abgeordnetengebäude zwischen Moltkebrücke und Wilhelmstraße gebaut. Am rechten Ufer der Spree entstehen das Paul-Löbe und das Jakob-Kaiser-Haus. In diesem Zusammenhang müssen die Uferwände zwischen Moltke- und Marschallbrücke erneuert werden. BAC erhält zunächst den Auftrag, diese Arbeiten zu überwachen. Vorhandene Bausubstanz und sich ändernde Ansprüche der landseitigen Nutzer führen dazu, dass ebenfalls Planungsaufgaben anfallen, die von der statischen Berechnung bis zur Ausschreibung neuer Einzelabschnitte reichen.

Parallel dazu nehmen wasserwirtschaftliche Berechnungen einen immer größeren Stellenwert ein. Deswegen erfolgt nun der Einsatz eines hydronumerischen Modells zur Ermittlung der Fließzustände in natürlichen oder naturnahen Gewässern.

2001

Heute selbstverständlich – damals ein Novum. Die erste Webseite unter www.aquaconstruct.de geht an den Start. Der Entwurf erfolgte im eigenen Hause, wobei die Webseite eines international agierenden Oberhemdenherstellers als Beispiel diente. Umgesetzt wurde die Seite mit Adobe Flash, einen Entwurf für das Intro kann man auf der Seite des seinerzeitigen Webdesigners finden, in dem man hier klickt.

2002

Mit der örtlichen Situation vertraute Auftraggeber begannen daran zu zweifeln, dass eine naturnahe Regenwasserbewirtschaftung auch auf Flächen mit hohen Grundwasserständen oder auf bindigen Böden sinnvoll möglich ist. Es waren daher Nachprüfungen, Neuberechnungen und Überarbeitungen von Entwässerungskonzepten Dritter erforderlich, was letztlich dazu führte, dass BAC nun eigene Konzepte für die Bewirtschaftung von Regenwasser erarbeitet, die sich am örtlich machbaren orientieren. Dabei werden Versickerungselemente nur dort eingesetzt, wo Baugrund, Grundwasserstände und umgebende Bebauung das gestatten. Trotzdem gilt das Prinzip: Rückhalt und Bewirtschaftung vor Ableitung. 

2003

Berufsausbildung

Noch Anfang 1990 gab es in Deutschland jährlich mehr als 100.000 unbesetzte Ausbildungsplätze. Geburtenstarke Jahrgänge und ein Wandel im Berufsleben führten dazu, dass die Zahl offener Stellen kontinuierlich sankt und die Zahl der Ausbildung suchenden anstieg. So sollen zum 30. September 2003 nur noch 14.900 offene Ausbildungsstellen zur Verfügung gestanden haben, denen 35.000 Bewerberinnen und Bewerber gegenüber standen.

BAC verfügte zu diesem Zeitpunkt bereits über Mitarbeiter mit Ausbilderbefähigung, weswegen entschieden wurde, bei der IHK die Zulassung als Ausbildungsbetrieb zu beantragen. Bis heute bildet das Unternehmen Bauzeichnerinnen und Bauzeichner im Rahmen der dualen Ausbildung aus. Je nach Voraussetzung dauert die Berufsausbildung bis zu 3 Jahre und schließt ein betriebliches Praktikum in einem Kooperationsunternehmen ein.

2004

1. BAC – Skiweekend am Pitztaler Gletscher

2005

Geoinfomationssysteme nehmen einen immer größeren Stellenwert bei wasserwirtschaftlichen Konzept- und Rahmenplanungen ein. Gewässersysteme, Einzugsgebiete, ökologische und naturschutzfachliche Daten werden in zunehmendem Maß großräumig dargestellt und eingeordnet. Schnittstellen zu Fachprogrammen entstehen. BAC führt das Softwarepaket ArcGIS ein und nutzt dieses vorrangig für wasserwirtschaftliche Konzeptplanungen und naturschutzfachliche Studien.

2006

Im Rahmen des Hochwasserschutzprogrammes an der Oder müssen Bauwerke saniert und erneuert werden. Damit werden komplexe Fachplanungen erforderlich, die Fragen wie Geotechnik, Geohydraulik, Hydraulik, Massivbau, Ingenieurbau, Stahlwasserbau und Anlagentechnik beinhalten. BAC schafft die nötigen internen Voraussetzungen und erstellt die notwendigen Fachplanungen im eigenen Haus. 

2007

Abflussmessung

Der Umfang hydraulischer Untersuchungen und Konzeptplanungen nimmt mit der Anfertigung von Gewässerentwicklungskonzepten weiter zu. Gleichzeitig nimmt die Qualität der hydraulischen Fachdaten ab, da der Aufwand für Pflege und Erhebung reduziert wird.

Um hydraulische Modelle auf die Praxis übertragen zu können, ist es nötig, sie zu kalibrieren. Das geschieht durch Messungen in der Natur. Da die dafür nötigen Daten selten vorliegen, schafft BAC die Voraussetzungen, Abflussmessungen selbst durchführen und auswerten zu können.

Es werden Mess- und Zählgeräte sowie die für die Auswertung nötige Software beschafft und eingesetzt.

2008

Berlin startet im Jahr 2005 eines seiner größten Gewässerrenaturierungsprojekte. BAC ist mit der Überwachung und Bauoberleitung betraut. Der ehemalige Ableiter der Kläranlage Falkenberg, der in den 80-er Jahren auf 5,9 m³/s ausgebaut wurde, soll naturnah gestaltet werden. Die Arbeiten erstrecken sich über 2,5 Jahre und umfassen die Entnahme von Ablagerungen, den Einbau von Sohlsubstraten und Strukturelementen, die teilweise Anhebung der Sohle, die Anlage mäandrierender Abschnitte, die Abflachung von Böschungen, den Abbruch von Bauwerken und die Bepflanzung. Abnahme war  im Juli 2008.

2009

Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit der Gewässer haben unerwartete Nebenwirkungen. Anwohner stellen fest, dass der Umbau von Wehren und Stauen zu Fischwanderhilfen die gewohnte Geräuschkulisse ändert und beschweren sich bei den zuständigen Ämtern. Zur Verifizierung und Einordung möglicher Schallemissionen erfolgen Einführung und Einsatz von Klasse I Schallpegelmessern. Die Geräte werden heute auch zur Optimierung von Fischwanderhilfen verwendet. Durch begleitende Messungen lässt sich feststellen, wie die Neuanordnung einzelner Riegel oder Steine zur Verringerung der Geräuschkulisse beiträgt. Im Verein mit Geschwindigkeitsmessungen in der Fischwanderhilfe lässt sich so häufig ein guter Kompromiss zwischen Funktionsfähigkeit und Schallschutz erreichen. Wo das nicht ausreicht, können nachträgliche Schallschutzmaßnahmen die Akzeptanz der Anwohner erhöhen. 

2010

Um Dritten die Prüfung von geohydraulischen Berechnungen zu erleichtern, entscheidet BAC die bisher für die Bemessung von Deichen verwendete Software durch  GGU Stability, SS Flow 2 D und Transient zu ersetzen. Mit der Einführung der neuen Programme sind zunächst mehrere Lehrgänge verbunden, da die Programmsyntax doch sehr vom Gewohnten abweicht. Nun steht ein leistungsstarkes Programmpaket zur Verfügung, mit dem auch eine Visualisierung von Strömungen möglich ist. 

2011

Mit der verpflichtenden Einführung der elektronischen Nachweisführung nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz vom 24. Februar 2012 und der Nachweisverordnung vom 20. Oktober 2006, entscheidet sich BAC zur Einführung der Software ZEDAL als rechtssichere Lösung zur Umsetzung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes mit seinem untergesetzlichen Regelwerk. Nach vollzogener Zertifizierung als Dienstleister sind wir in der Lage, unsere Auftraggeber im elektronischen Abfallnachweisverfahren zu unterstützen und die nun nötigen elektronischen Signaturen der Begleitscheine in deren Namen durchzuführen.

2012

Erstmals besteht die Notwendigkeit, Spannbetonbrücken zu bemessen und zu entwerfen. BAC führt die Programme Ponti und Trimas ein. Mit diesen können nun Nachweise für die Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Ermüdung für vorgespannte Flächentragwerke geführt werden. Weiter ist es möglich, Nachweise für Querkraft und Torsion zu führen und Stahlbetonfundamente und -stützen zu bemessen.

2013

Zur besseren Bewertung geotechnischer Untersuchungen entscheidet BAC, die Software Profiltec einzuführen. Zwar führen wir keine Aufschlüsse ober Laboruntersuchungen durch, können aber nun die Auswertung solcher Daten im eigenen Hause durchführen und externe Ergebnisse einfacher prüfen und bei Bedarf vereinheitlichen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit Homogenbereiche darzustellen und geotechnische Schnitte anzulegen und auszuwerten.

2014

Die Einführung einer eigenen Cloud gestattet nun den Dateiaustausch und die Projektbearbeitung in Echtzeit. Durch eine Server-Client-Lösung können Projekte synchronisiert werden. Auf dem Webserver besteht zusätzlich die Möglichkeit der Datenbereitstellung und des Datenaustausches mit Dritten in geschützten Projekträumen. Der Datenaustausch erfolgt verschlüsselt (TLS).

2015

Zur Bereitstellung von Bauwerksdaten für die Straßeninformationsdatenbank führt BAC das Programm SIB Bauwerke ein. Das Programm ist eine Entwicklung der Straßenbauverwaltungen von Bund und Ländern und soll eine einheitliche Erfassung, Verwaltung und Auswertung des ständig wachsenden Bauwerksbestandes (Brücken, Verkehrszeichenbrücken, Stützbauwerke, Lärmschutzbauwerke etc.) des Bundes und der Länder ermöglichen. Seit 2001 wird SIB Bauwerke auch im Geschäftsbereich der Bundeswasserstraßen eingesetzt.

2016

In Zusammenhang mit einem Wasserbauvorhaben wird kurzfristig die Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Ortung und Bergung von Kampfmitteln in einer Bundeswasserstraße erforderlich. Da BAC in diesem Geschäftsfeld bereits aktiv war, erging der Auftrag, ein Räumkonzept zu erstellen, die Kampfmittelräumarbeiten zu planen und deren Durchführung zu überwachen. Die Ausschreibungsunterlagen wurden auf Grundlage der Arbeitshilfe Kampfmittelräumung des BMUB aufgestellt und die Leistung anschließend ausgeschrieben. Die Arbeiten beinhalteten eine Oberflächensondierung durch speziell ausgebildete Taucher, an die sich eine Bohrlochsondierung zur Tiefenerkundung anschloss.

01.03.2017

Das Büro feiert sein 2o-jähriges Jubiläum im niedersächsischen Celle. Zugleich startet das bisher exponierteste Bauvorhaben: Der Neubau der Uferwand vor dem Humboldt-Forum in Berlin. Hier wird eine neue Ufermauer errichtet, die sich später in das Gesamtensemble der Freianlagen des Berliner Stadtschlosses architektonisch einfügen soll. Die Bauarbeiten gestalteten sich ausgesprochen schwierig, da sie in einem besonders stark befahrenen Abschnitt der Berliner Wasserstraßen erfolgten.

2018

Zur Verbesserung der Dateikompatibilität und des Datenaustauschs mit Dritten führt BAC die CAD-Programme MicroStation™ und BricsCAD ein. MicroStation™ ermöglicht es datengesteuerte, einsatzbereite BIM-Modelle anzufertigen und Dokumentationen zu erstellen. Die nachhaltige Designmodellierung, unter Nutzung von 2D- und 3D-Einschränkungen, gestattet es, die Konstruktionsabsicht präzise zu erfassen und zu modellieren.

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