Weiterer Überleiter im Bau

Die LMBV hat BAC mit der Planung und Überwachung des Baus eines Überleiters zwischen den Restseen 113 und 131 S im ehemaligen Tagebau Kleinleipisch beauftragt. Solche Überleiter werden erforderlich, damit in den Braunkohlesanierungsflächen ein ausgeglichener, sich weitestgehend selbst regulierender Wasserhaushalt entstehen kann.

Mit Aufgabe der Tagebaue und Einstellung der Grubenwasserniederhaltung steigt das Grundwasser wieder auf vorbergbauliches Niveau und flutet die früheren Abbaufelder. Die so entstehenden Seen werden mit sogenannten Überleitern verbunden, durch die das ansteigende Grundwasser ab erreichen des oberen Endwasserstandes übergeleitet werden kann. Die Überleiter erfüllen nicht nur hydrologische, sondern auch ökologische Zwecke. Zwar ist aufgrund der Wasserchemie auch mittelfristig nicht damit zu rechnen, dass sich die Restseen besiedeln, trotzdem sind auf den früheren Tagebauflächen naturschutzfachlich wertvolle Bereiche entstanden, wo Amphibien, Brutvögel und Wilddtiere Lebensräume vorfinden, die von ihnen besiedelt werden. Die Flächen zeichnen sich durch eine Artenvielfalt mit mehr als 3.000 verschiedenen Tier- und Pflanzenarten, wie Wolf, Wiedehopf, Brachpieper, Kreuzkröte, Segelfalter und Sandstrohblume aus. Im Einzugsgebiet sind über 100 Kleingewässer und fünf große Tagebausseen entstanden, die Tausenden Nordischen Gänsen und Kranichen in der Zugzeit als Rastplatz dienen.

Die Bauausführung wird durch die geotechnische Situation der verfüllten Kippenböden und die Grundwasserstände im Baufeld bestimmt. So werden an Gerät und Personal spezielle Sicherheitsanforderungen gestellt, die zu beachten sind.

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