Vorplanung zur Nieplitz

Die Nieplitz durchfließt südlich des historischen Stadtkerns von Treuenbrietzen die Niederung der Böllrichwiesen. Im Mittelalter wurde das Gewässer genutzt, um eine von den Zinnaer Mönchen errichtete Getreidemühle anzutreiben. Um die dafür nötige Fallhöhe zu erreichen, wurde das Gewässer angehoben und zu beiden Seiten mit Aufkadungen eingedeicht. Im Oberwasser der Steinmühle entstand der Mühlteich, in dem Forellen gezüchtet werden konnten. Die parallel zur angehobenen Nieplitz verlaufenden Dämme waren von Schweißgräben begleitet, in denen das durch die Dämme sickernde Drängewasser abgeleitet werden konnte.  Gewässer und Dämme stehen auf der Denkmalliste des Landes Brandenburg. Dammlage, Gewässerränder und Schweißgräben weisen eine über Jahrzehnte gewachsene Vegetation auf, deren Standsicherheit bei einer Reihe von Starkwindereignissen nicht mehr gegeben war, sodass die Gefahr bestand, dass angrenzende Grundstücke überflutet werden. 2015 wurde deshalb ein provisorisches Abschlagbauwerk hergestellt, mit dem die Dammstrecke der Nieplitz im Gefahrenfall abgeriegelt und das anfallende Wasser in die Niederung der Böllrichwiesen umgeleitet werden kann. Das 2018 auch über Treuenbrietzen ziehende Sturmtief Xavier führte dazu, dass eine Reihe von Bäumen umstürzten, die Dämme schwächten und zur Gefahrenabwehr die Ableitung des Wassers in die Böllrichwiesen in Betrieb genommen werden musste. BAC wurde nunmehr beauftragt, verschiedene Varianten für die zukünftige Wasserführung zu untersuchen und dabei den Hochwasserschutz, Die Gefahrenabwehr, die ökologische Situation und die Gewässerunterhaltung zu berücksichtigen.

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