Uferwand Spreekanal

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Der ca. 2 km lange Spreekanal zweigt oberhalb der heutigen Schleuse Mühlendamm bei km 17,89 aus der Stadtspree ab, umfließt Fischer-, Schloss- und Museumsinsel und mündet als Kupfergraben bei km 16,30 wieder in die Stadtspree ein. Seine Wasserführung kann durch das Schleusenwehr (Stadtwehr) an der Stadtschleuse (Schleuse „Auf dem Werder“) reguliert werden. Das Unterwasser des Wehres liegt im Rückstau des Wehres Charlottenburg.

1936 plante das Neubauamt der damaligen Wasserbaudirektion Kurmark den Ausbau des Kanals und der Stadtschleuse und die Verfüllung des in den Spreekanal einmündenden Werderschen Mühlgrabens. Seinerzeit wurde der Bemessungsabfluss mit 50 m³/s angegeben und für den Neubau der Stadtschleuse das sogenannte Landwehrkanalmaß angenommen. Die Ausbausohle wurde auf 28,00 m ü. NN festgesetzt.

Die Uferwand am Schlossplatz wurde um 1900 als verblendete Schwergewichtswand auf einem in den anstehenden Baugrund eingebrachten Pfahlrost hergestellt. Über dem Kopf der Pfähle wurde ein Fundament aus Ziegelmauerwerk in Zementbindung so aufgemauert, dass die Pfähle etwa 2,50 m in das Fundament eingebunden sind. Wasser- und landseitig wird das Fundament von Holzspundbohlen eingefasst.

Die Holzspundwände dienten zunächst der Bauausführung – in ihrem Schutz konnte die Baugrube soweit gelenzt werden, dass das Fundament herstellbar war. Nach Abschluss der Bauarbeiten wurde die wasserseitige Wand dann um ca. 60 cm abgeschnitten und dient nun der Verhinderung von Ausspülungen.

Nach über 120 Jahren hat die Konstruktion soweit nachgegeben, dass Setzungen und Risse entstanden sind und zwischen dem Sockel des geplanten Freiheits- und Einheitsdenkmals und dem Tunneleinfahrtschacht der U5 eine neue Uferwand gebaut werden soll. Dazu sollen land- und wasserseitig Stahlspundwände eingepresst werden, zwischen denen dann die alte Uferwand ausgebaut werden kann. Anschließend wird der Zwischenraum teilweise aufgefüllt, sodass von hier aus die neue Uferwand gebaut werden kann, deren tragendes Element eine frei stehende Spundwand sein wird.

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