Renaturierung des Verlorenwasserbaches in Gräben

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Die Naturparkverwaltung Hoher Fläming hat die Vorplanung für die Renaturierung des Verlorenwasserbaches in Gräben (Amt Ziesar) beauftragt. Mit der Planung soll die ökologische Durchgängigkeit für wassergebundene Tierarten dieses wertvollen Flämingbaches verbessert werden.

Der Verlorenwasserbach, ein europäisches Schutzgebiet, gehört zu den ökologisch wertvollsten Fließgewässern im Naturpark Hoher Fläming. Sauerstoffreiches und sommerkühles Wasser, unverbaute und sehr naturnahe Fließabschnitte im Oberlauf sind ein idealer und mittlerweile seltener Lebensraum für zahlreiche spezialisierte und gefährdete Tierarten. Gefährdete Arten wie beispielsweise Bachforelle und Bachneunauge wandern innerhalb des Baches.

In Gräben treffen sie auf einen etwa drei Meter hohen Sohlabsturz zwischen den denkmalgeschützten Gebäuden der ehemaligen Kornmühle und des Sägewerks. Dieses technische Bauwerk stellt eine Wanderungsbarriere für die Tierarten dar. Das Land Brandenburg ist gesetzlich verpflichtet, einen günstigen Erhaltungszustand des Verlorenwasserbachs in dem Europäischen Flora-Fauna-Habitat-Schutzgebiet zu erreichen. Dies ist nur mit der Beseitigung des Hindernisses zu erreichen.

Im Pflege- und Entwicklungsplan des Naturparks wird bereits auf die Notwendigkeit der Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit hingewiesen und die Anlage eines Umgehungsgerinne empfohlen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Landesamt für Umwelt im Oktober 2019 BAC mit der Vorplanung und Genehmigungsplanung eines Umgehungsgerinnes beauftragt.

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