Laich- und Retentionsflächen Möllmer Seewiese

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Der Wasserhaushalt der Schnellen Havel, zu deren Einzugsgebiet der frühere Möllmer See gehört, wird seit dem Bau des Oder-Havel-Kanals, von der Freiarche Zehdenick bestimmt. Durch den Kanalbau wurde die Schnelle Havel von ihrem Quellgebiet abgeschnitten, sodass heute für Fische und Wasserorganismen erreichbare Überschwemmungsflachen fehlen.

Die Möllmer Seewiesen sind mit ihren ca. 60 ha Fläche eines der wenigen Gebiete, das für Fische und Wasserorganismen von der Schnellen Havel aus erreichbar ist und als Laichgebiet fungieren könnte. Die Seewiesen befinden sich zu beiden Seiten des Fließgrabens, eines etwa 17 km langen Vorfluters. Der Graben dient im Oberlauf der Entwässerung von Grünland, durchfließt dann ein Waldgebiet und die Moore der Rehwiese an die sich das Verlandungsmoor der Möllmer Seewiese anschließt. Unterhalb der Seewiese kreuzt er in einem Durchlass die Straße von Dameswalde nach Malz. Am Einlauf in den Durchlass befindet sich eine Stauanlage.

Um den guten ökologischen Zustand für den Fließgraben und die Schnelle Havel zu erreichen, soll der Wasserrückhalt in den Möllmer Seewiesen erhöht und dadurch auch die vorhandenen Moore und grundwasserabhängigen Landökosysteme verbessert werden. Dabei sollen die Möllmer Seewiesen als Retentionsraum und Laichgebiet dienen.

Unter Auswertung aktueller Vermessungsunterlagen sowie von Befliegungen soll ein Zielwasserspiegel hergeleitet werden, bis zu dem die Möllmer Seewiesen ohne Beeinträchtigung Dritter bespannt werden könnten. Die vorhandene Stauanlage wird rückgebaut und gegen eine fischpassierbare Rampe ersetzt, die zugleich den Einstau bis zum Zielwasserstand bewirkt.

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