Hochwasserschutz Elbstraße Wittenberge

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Die Umgestaltung der Elbstraße in Wittenberge ist ein gemeinsames Bauvorhaben des Landesamts für Umwelt Brandenburg (LfU) und der Stadt Wittenberge. Es wird gebaut zwischen der westlichen Zufahrt zum Nedwighafen und dem Betriebsgelände des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes. Zeitgleich erfolgt die Beseitigung der durch das Elbehochwasser 2013 an der Fahrbahn und den Nebenanlagen der Elbstraße verursachten Schäden sowie die Umverlegung und Erneuerung von Ver- und Entsorgungsleitungen. Anschließend errichtet das LfU eine Hochwasserschutzwand. Aktuell wird der Hochwasserschutz im Baubereich durch den Lindendeich und einen auf einer Aufkadung verlaufenden Gehweg gewährleistet. Entlang dieses Gehwegs verläuft eine Absturzsicherung, an die im Hochwasserfall Kunststofffertigteile montiert werden, um so den Freibord zu vergrößern. Die Kunststoffplatten können bauartbedingt allerdings nicht angestaut werden. Bei höheren Wasserständen müssen deswegen zusätzlich Sandsäcke verlegt werden.

Im Rahmen der Erneuerung der Elbstraße Wittenberge erfolgt nun die Ertüchtigung der Hochwasserschutzanlagen auf einer Länge von ca. 500 m durch Bau einer Hochwasserschutzwand. Statisch tragendes Bauteil sind Spundbohlen, die unter Beachtung vorhandener Leitungen und Berücksichtigung baustellennaher Bebauung eingebracht werden sollen. Die so entstehende geschlossene Spundwand soll mit Klinkermauerwerk verblendet werden. Ihre Höhe über Gelände schwankt zwischen 0,85 und 2,30 m.

Zum Erhalt des Stadtbildes und der freien Sicht auf den Stadthafen Wittenberge und die Elbe musste die Höhe der Wand begrenzt werden. Bei Hochwassergefahr muss die Wand daher durch ein mobiles Hochwasserschutzsystem ergänzt werden. Dafür sind im Stahlbetonholm Ausnehmungen vorgesehen, in die im Hochwasserfall Stützen eingestellt werden können. An allen Überwegen, Treppen und Zufahrten werden Wandscharten vorgesehen, die bei Hochwasser mit Dammbalken geschlossen werden können.

Da die Herstellung der Hochwasserschutzwand zu Teilen parallel mit Straßenbau und Leitungsverlegung erfolgen muss, muss der Bauablauf mit weiteren Auftraggebern koordiniert werden.

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