Schallschutz

Absturzbauwerke oder Fischwanderhilfen mit Becken- und Riegelstrukturen werden in der Nähe von Wohngebäuden häufig als Lärmquellen empfunden. Die durch die Umwandlung der Absturzenergie verursachten Geräusche führen häufig gerade dort zu Konflikten mit Anwohnern, wo vormals verrohrte Gewässerabschnitte geöffnet wurden.

Zur Abschätzung, wie sich solche Geräusche in die bisherige Lärmkulisse einordnen und ob es gegebenenfalls zu Grenzwertüberschreitungen kommt, führen wir Lärmmessungen mit kalibrierten Schallmessgeräten durch und werten die Ergebnisse dann am Computer aus.

Idealerweise wird noch in der Entwurfsphase mit einer Nullmessung begonnen, bei der die Geräuschentwicklung im Ist-Zustand im Rahmen einer Laufzeitmessung erfasst wird. Dabei sollten standorttypische Hintergrundgeräusche (Verkehrslärm) einbezogen werden, um abschätzen zu können, in wie weit die zu erwartenden Emissionen aus der Energieumwandlung „übertönt“ werden bzw. ob die Geräusche, die an einem Absturz oder an einer Fischwanderhilfe entstehen, durch konstruktive Maßnahmen begrenzt werden müssen.

Möglichkeiten der Begrenzung der Lärmentwicklung müssen im Kontext zur ökologischen und wasserwirtschaftlichen Funktion des Bauwerks entwickelt werden, da nur so allen Ansprüchen Genüge getragen werden kann.

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