Regenwasser

Eine Folge der Urbanisierung unseres Lebensraums ist die zunehmende Versiegelung ehemals durchlässiger Flächen mit dem Ergebnis, dass hier anfallende Niederschläge nicht mehr versickern können. Allein Gründe des Hochwasserschutzes zwingen dazu, Einleitungen in Gewässer zu begrenzen. Diese einfache Wahrheit stößt in der Natur häufig an ihre Grenzen. Um Einleitungen begrenzen zu können, bedarf es konzeptioneller Planungen und Überlegungen, die häufig zu komplexen Lösungen führen. Die seit einigen Jahren propagierten Mulden- und Rigolensysteme stoßen dort an ihre Grenzen, wo Baugrund, Grundwasser, umgebende Bebauung oder einfach die anfallende Niederschlagsmenge einen sicheren Betrieb gefährden.

Es bedarf daher komplexer, ganzheitlicher Ansätze und Strategien, anfallende Niederschläge sicher zu fassen, zu versickern, rückzuhalten und, wenn nötig, zeitversetzt und mengenreduziert abzuleiten.

Lösungsansätze müssen kommuniziert werden, um die betroffenen Bürger im Planungsprozess mitzunehmen und bei allen Beteiligten Verständnis für Lösungen zu wecken. Dabei gilt, dass wirtschaftliche Fragen, auch Fragen von Unterhaltungskosten sowie die Frage der Systemsicherheit sorgsam geprüft werden müssen, bevor ein Konzept in die Planung überführt werden kann.

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