Machbarkeitsstudie zum Anschluss des Döllnfließes an die Schnelle Havel

Der Voßkanal mit seinen 14 km Länge ist Teil der Oberen Havel-Wasserstraße (OHW). Seinen Ursprung hat er im alten Voßgraben. Dieser nicht schiffbare Graben verband ursprünglich die Faule Havel mit der Schnellen Havel. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Bedeutung der größeren Fließgewässer der Region für die Beförderung von Holz, Ton und Ziegeln so groß, dass sie ausgebaut und so verlängert wurden, dass das heutige Gewässersystem entstand. In diesem Zusammenhang erfolgte der Bau des Voßkanals, der die Ziegeleien Zehdenicks mit den öffentlichen und privaten Bauvorhaben in Berlin verband. Durch den Bau des Voßkanals wurde die bisherige Verbindung des Döllnfließes zur Schnellen Havel, die sich nördlich des Ortes Höpen befand, getrennt. Das Döllnfließ wurde umgeleitet und fließt seit dem in einem künstlich angelegten Flußlauf nach Bischofswerder, wo es in den Voßkanal einmündet.

Zur Wiederherstellung natürlicher Abflussverhältnisse lässt das LfU Brandenburg derzeit von BAC untersuchen, ob und mit welchem Aufwand die Anbindung des Döllnfließes an die Schnelle Havel möglich ist. Mit der Anbindung sollen das natürliche Einzugsgebiet wieder hergestellt,  die Fließgewässerdynamik verbessert und Lebensräume für reophile Organismen geschaffen werden. Gleichzeitig sollen der für Fische durchwanderbare Lebensraum vergrößert und ein Anschluss an vorhandene Laichhabitate hergestellt werden.

BAC untersucht derzeit verschiedene Varianten, ob und mit welchem Aufwand ein Wiederanschluss möglich ist.

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