Instandsetzung des Oberhaupts der Schleuse Berlin-Neukölln

Schleusenoberhaupt

Der ca. 4 km lange Neuköllner Schiffahrtskanal ist eine Berliner Landeswasserstraße und verbindet den Landwehrkanal mit dem Teltowkanal. Der Kanalbau wurde von Herrmann Weigand (daher der Name Weigandufer) entworfen und ab 1902 in Teilabschnitten ausgeführt. Seine Linienführung orientierte sich an Vorhandenem, er wurde in Trasse des früheren Schlangen- bzw. Wiesengrabens gebaut.

Bei km 3,3 befindet sich die Schleuse Neukölln, die von 1902 bis 1914 als Massivbauwerk erreichtet wurde. Die Differenz zwischen Ober- und Unterwasser beträgt nur 30 cm, allerdings dient die Schleuse auch weniger der Schifffahrt, als vielmehr der Niedrighaltung der Wasserstände im Entwässerungsgebiet Neuköllner Schifffahrts- und Landwehrkanal. Die Schleuse hat eine Länge von 67 Metern, eine lichte Breite von 8,5 m und eine schiffbare Wassertiefe von 2,50 m.

1959 – 1960 erhielt die Schleuse elektrische Torantriebe, im Jahr 1968 folgte dann ein neues Schleusenwärterhaus mit einem elektrischen Steuerstand. 2000 / 2001 erfolgte die Grundinstandsetzung der Anlage, der Verschlüsse, der Antriebe und der Steuerung.

Beu Bauwerksprüfungen zeigten sich nun Schäden am Beton des Oberhaupts, die zu Umläufigkeiten führen können. Diese Schäden sollen nun saniert werden. Dazu sollen die Betonflächen des Oberhaupts gereinigt, geglättet und mit einer Wandverkleidung aus Stahltafeln versehen werden. Zwischenräume und Risse werden verpresst, sodass die Wasserdichtigkeit des Bauwerks wieder hergestellt werden kann.

BAC wurde von der Senatsverewaltung für Stadtentwicklung und Umwelt mit der Bauoberleitung und der Bauüberwachung der Arbeiten beauftragt. Die Arbeiten wurden am 11.08.2015 begonnen und sollen im Novermber beendet werden.

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